Motor-Austausch

Der alte Motor, ein Daimler Benz OM 312 wurde jahrelang nicht bewegt und sitzt fest. Deshalb haben wir ihn erst einmal auseinandergeschraubt, um nachzusehen, ob da noch was zu retten ist.  
  Innen ist alles hoffnungslos verrostet. Auch nach dem Abnehmen der Zylinderkopfes lassen sich die Kolben nicht bewegen. Der Motor ist Schrott und muß 'raus!
Alle Aggregate und Anschlüsse müssen abgebaut werden. Dabei ist jede einzelne Schraube eine Herausforderung, weil sie meistens festgerostet sind.  
  Nachdem wir einen Kran bestell haben, wurde der Motorraumdeckel zum Cockpit geöffnet.
Von Oben gut sichtbar konnten die letzten Anschlüsse abgebaut und der Motor von seinem Sockel abgeschraubt werden.  
  Jetzt haben wir den Motor zusammen mit dem Getriebe (ca. 600 kg) erst einmal mit einem Kettenzug vorsichtig aus seiner Verankerung gehoben.
Den Rest hat dann der Kran erledigt, der Motor wurde gleich zur Altmetallverwertung abtransportiert.  
  Der leere Motorraum sah erst einmal schlimm aus: Kabel- und Schlauchwirrwar, alles war mit einer dicken Oel-Schmierschicht überzogen. Das Reinigen der Motorbilge dauerte mehrere Tage!
Die gereinigte Motorbilge und das Motorfundament wurde nach dem Entfernen des Motorsockels frisch gestrichen.  
  Alle Anschlüsse und Schäuche wurden neu verlegt.
Mit dem Motor wurde auch die alte Welle entfernt. Die Wellenlager sahen schlimm aus und mußten komplett zerlegt und gereinigt werden.  
  Die Gummilager der beiden Wellenlager mußten erneuert werden.
Der neue Motor wurde auf einem Transportsockel angeliefert.  
  So konnten wir ihn für den Einbau vorbereiten. Der Motorsockel mußte noch auf die Abmessungen des neuen Motors angepaßt und geschweißt werden. Hierbei war die Schwierigkeit, den Motor auf den Millimeter genau in eine Flucht mit der Welle zu bringen.
Nachdem wir die neue Welle eingebaut hatten, wurde der Motor mittels Kran über die Motorraumöffnung gehoben.  
  Mit dem Kettenzug konnte er nun vorsichtig abgesenkt und zentimetergenau auf seine vorher eingebaute Halterung gebracht werden.
Zum Abschluß wurde der Motor am Sockel angeschraubt und mittels Stellschrauben in die genaue Flucht zur Welle gebracht.  
  Jetzt konnte auch die Welle angeschlossen werden.
Der gereinigte und neu gewuchtete Propeller wurde montiert.